Baroreflex-Aktivierungstherapie (BAT, Barorezeptorstimulation)

  

Die Barorezeptorstimulation ist neben der Behandlung einer therapierefraktären arteriellen Hypertonie eine wirksame Therapieoption zur Behandlung einer hochgradig eingeschränkten Pumpfunktion des Herzens.

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Baroreflex-Aktivierungstherapie (BAT, Barorezeptorstimulation)

Was ist ein Gerät zur Barorezeptorstimulation?
Die Barorezeptorstimulation ist neben der Behandlung einer therapierefraktären arteriellen Hypertonie eine wirksame Therapieoption zur Behandlung einer hochgradig eingeschränkten Pumpfunktion des Herzens. Bei Patienten mit Herzschwäche ist das Gleichgewicht zwischen Aktivität des sogenannten sympathischen und des parasympathischen Nervensystem gestört mit einer daraus resultierenden Überaktivität des sympathischen Nervensystems und gleichzeitig reduzierter Aktivität des Parasympathikus. Dieses Ungleichgewicht hat negative Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf. Bei der Barorezeptorstimulation werden durch einen eingesetzten elektrischen Impulsgeber Druckrezeptoren (Barorezeptoren) im Bereich der Halsschlagader stimuliert. Dadurch wird das vegetative Nervensystem so beeinflusst, dass es zu einer Dämpfung des sympathischen Nervensystems und Aktivierung des parasympathischen Nervensystems kommt.

Wie werden Geräte zur Barorezeptorstimulation implantiert?
Geräte zur Barorezeptorstimulation werden in Kooperation mit der Gefäßchirurgie in Vollnarkose eingesetzt. Dabei wird eine Elektrode auf die Druckrezeptoren (Barorezeptoren) im Bereich der Halsschlagader platziert und mit einem Impulsgeber verbunden. Dieser wird vergleichbar mit einem Herzschrittmacher unter die Haut oder zwischen den Brustmuskel eingesetzt.
Die Nachsorge der BAT-Systeme erfolgt in festen Zeitabständen (alle 6 bis 12 Monate) in unserer Herzschrittmacher-Ambulanz.