Kardiale Kontraktilitätsmodulation (CCM)

Implantation von Geräten zur Behandlung der Herzmuskelschwäche

Die Behandlung von schweren Formen der Herzinsuffizienz erfolgt mit Methoden der kardialen Resynchronisationstherapie (CRT), der kardialen Kontraktilitätsmodulation (CCM) und der Barorezeptorstimulation.

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Kardiale Kontraktilitätsmodulation (CCM, „Optimizer-Sytem“)

Was ist ein Gerät zur kardialen Kontraktilitätsmodulation (CCM)?
Die kardiale Kontraktilitätsmodulation ist eine Therapiemethode für Patienten mit mittelgradig bis hochgradig eingeschränkter Pumpfunktion des Herzens. Das Prinzip basiert auf der Abgabe von elektrischen Impulsen die im Gegensatz zu Schrittmachersystemen nicht zu einer Herzkontraktion führen, da diese während einer bestimmten Phase des Herzzyklus (der sogenannten absoluten Refraktärphase) abgegeben werden. CCM Signale steigern die Pumpfunktion des Herzens durch die Expression bestimmter Proteine und verbessern so die Symptome der Herzschwäche wie eingeschränkte körperliche Belastbarkeit.
Aufgrund des relativ hohen Stromverbrauches muss der Impulsgenerator im wöchentlichen Turnus eigenständig durch den Patienten aufgeladen werden. Dies geschieht zu Hause über ein von außen auf den Impulsgenerator aufzulegendes Gerät (Dauer der wöchentlichen Ladesitzung 40 bis 60 min).

Wie werden Geräte zur kardialen Kontraktilitätsmodulation implantiert?
Geräte zur kardialen Kontraktilitätsmodulation werden ähnlich wie ein Herzschrittmachersystem oder ein Defibrillator eingesetzt. Die Implantation erfolgt in örtlicher Betäubung und zusätzlich mit schläfrig machenden Medikamenten. Der Impulsgenerator wird in der Regel auf der rechten Brustseite unterhalb des Schlüsselbeins in eine Gewebetasche unter die Haut oder zwischen den Brustmuskel eingesetzt. Über zum Herz führenden Venen werden zwei Sonden in die rechte Herzkammer vorgebracht und mittels Schraubmechanismus an der Herzscheidewand (Septum) verankert. Zusätzlich kann eine Sonde im Bereich des rechten Vorhofs positioniert werden.
Die Nachsorge und Kontrolle der der CCM-Systeme erfolgt in festen Zeitabständen (alle 6 bis 12 Monate) in unserer Herzschrittmacher-Ambulanz.