Herzschrittmacher

Herzschrittmacher werden seit mehr als 50 Jahren erfolgreich zur Therapie von langsamen Herzrhythmusstörungen eingesetzt.

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Implantation von Transvenösen Herzschrittmachern

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Was ist ein Herzschrittmacher?
Herzschrittmacher werden seit mehr als 50 Jahren erfolgreich zur Therapie von langsamen Herzrhythmusstörungen eingesetzt. Klassische Herzschrittmachersysteme bestehen aus einem etwa Streichholzschachtel großem Aggregat, in dem sich eine Lithiumbatterie und die Elektronik befinden, sowie Sonden, die das Aggregat mit der rechten Vorkammer (Atrium) und / oder der rechten Hauptkammer (Ventrikel) verbindet. Herzschrittmacher dienen der Überwachung des Herzrhythmus und stimulieren das Herz bei einem zu langsamen Herzrhythmus (Bradykardie). Dies wird von dem Patienten nicht wahrgenommen, da hierfür nur ein sehr schwacher Strom benötigt wird. Die Anzahl der Sonden richtet sich hierbei nach der zugrundeliegenden Herzrhythmusstörung.

Zu den von klassischen Herzschrittmachersystemen behandelten Erkrankungen gehören:

  • Erkrankungen des Sinusknotens (Sick-Sinus-Syndrom). Hierbei ist die Funktion des natürlichen Impulsgebers des Herzens, des sogenannten Sinusknotens, gestört.
  • Störung der atrio-ventrikulären Überleitung (AV-Block). Dabei ist die Fortleitung der elektrischen Erregung zwischen Herzvorhof und Herzkammer gestört.

Typische Symptome eines zu langsamen Herzschlages sind Schwindelgefühl, Kurzatmigkeit, Leistungsschwäche und Ohnmachtsanfälle.

Wie werden Herzschrittmachersysteme implantiert?

Der klassische transvenöse Herzschrittmacher wird in örtlicher Betäubung und zusätzlich mit schläfrig machenden Medikamenten unterhalb des Schlüsselbeins in einer Gewebetasche unter die Haut oder zwischen den Brustmuskel eingesetzt. Über zum Herz führenden Venen wird unter Röntgendurchleuchtung eine Schrittmachersonde (1-Kammer Herzschrittmacher) bzw. zwei Schrittmachersonden (2-Kammer Herzschrittmacher) bis in das rechte Herz vorgebracht und dort mittels Schraubmechanismus an der Herzinnenhaut verankert.
Die erste postoperative ambulante Kontrolle erfolgt in unserer Herzschrittmacherambulanz in der Regel nach 4 bis 6 Wochen. Die weitere Nachsorge und Kontrolle der Herzschrittmachersysteme erfolgt in festen Zeitabständen (alle 6 bis 12 Monate) in unserer Herzschrittmacher-Ambulanz oder beim niedergelassenen Kollegen.


Implantation von Sondenlosen Herzschrittmachern

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Was ist ein sondenloser Herzschrittmacher?
Im Gegensatz zu herkömmlichen Herzschrittmachern werden diese Herzschrittmacher als vollständig in sich geschlossenes System direkt in die rechte Herzkammer eingesetzt und kommen somit ohne Sonden aus. Dieses innovative Herzschrittmachersystem ist bei vergleichbarer Batterielebensdauer deutlich kleiner als konventionelle Schrittmachersysteme, die ca. 10-mal so groß sind. Der sondenlose Herzschrittmacher eignet sich allerdings nur für Patienten, die ausschließlich eine Stimulation der rechten Herzkammer benötigen. Sondenlose Herzschrittmacher mit der Möglichkeit zur Stimulation im Vorhof und der Herzkammer (vergleichbar mit einem herkömmlichen 2-Kammer-Herzschrittmacher) sind aktuell noch in der Entwicklung.

Wie werden sondenlose Herzschrittmachersysteme implantiert?
Der sondenlose Herzschrittmacher wird in örtlicher Betäubung und zusätzlich mit schläfrig machenden Medikamenten in der rechten Herzkammer verankert. Über einen Zugang in einer Oberschenkelvene wird das komplette System über einen Katheter in das rechte Herz vorgebracht und dort eingesetzt. Die Nachsorge und Kontrolle des Herzschrittmachersystems erfolgt in festen Zeitabständen (alle 6 bis 12 Monate) in unserer Herzschrittmacher-Ambulanz oder beim niedergelassenen Kardiologen.